Spielplatz Pregelstraße
Im Stadtentwicklungsausschuss stand erneut die Beratung über eine Verlegung des Fußwegs am Spielplatz Pregelstraße auf der Tagesordnung. Dabei setzte sich die SPD für die günstigere und ökologischere Lösung mit einer wassergebundenen Decke ein. Des Weiteren wurde schwerpunktmäßig über Grundlagen für Hochwasserschutz am westlichen Weserufer diskutiert.
Nachdem der Ausschuss die Verwaltung in der vorherigen Sitzung beauftragt hatte, die Vorlage zur Fußwegverlegung am Spielplatz Pregelstraße zu überarbeiten, wurde jetzt wieder über das Vorhaben diskutiert. Der zuvor hohe Betrag für den Zaunabbruch war nach Angaben der Verwaltung ein Schreibfehler und wurde korrigiert. Des Weiteren wurden Kostenvarianten für eine wassergebundene Decke zur Beratung vorgelegt.
Für die SPD forderte Anja Altmann
den neuen Weg mit einer wassergebundenen Decke auszuführen. Sie begründete dies als ökologischere Lösung im Gegensatz zu einer Schwarzdecke. In der Diskussion verwies sie darauf, dass mit den aktuellen Materialien und bei ordentlicher Ausführung der Maßnahme eine wassergebundene Decke auch gut von Menschen mit Rollator oder Rollstuhl genutzt werden kann.
Da die Grünen für die Schwarzdecke, die auch die teurere Lösung ist, stimmten, scheiterte der SPD-Vorschlag leider im Ausschuss.
Die neue Landesregierung plant eine Stärkung des Bahnverkehrs und lässt daher stillgelegte Strecken, unter anderen die zwischen Nienburg und Sulingen sowie Nienburg und Steyerberg auf eine mögliche Reaktivierung überprüfen. Über dieses Vorhaben wurde im Ausschuss von der Verwaltung berichtet. Die SPD-Stadtratsfraktion begrüßt das Ansinnen der Landesregierung, da dies, neben der umweltpolitisch sinnvollen Verlagerung von Verkehr auf die Schiene, eine Stärkung des Bahn-Standorts Nienburg bedeuten würde.
Um möglicherweise Förderungen für Hochwasserschutzmaßnahmen für das westliche Weserufer zu erhalten, müssen Grundlagen durch ein externes Fach-Büro erarbeitet werden. Der Ausschuss empfahl diese Grundlagenermittlung, wobei eine endgültige Entscheidung noch von den Haushaltsberatungen abhängt.
Viele Großprojekte beschäftigen zur Zeit den Fachbereich Stadtentwicklung, so dass kein Spielraum für zusätzliche, zeitliche aufwendige, Aufgaben besteht. Daher empfahl der Ausschuss, wie vorgeschlagen, nicht am Planspiel „Flächenhandel“ des Umweltbundesamts teilzunehmen, obwohl die Ergebnisse für die künftige Bearbeitung von Bebauungsplänen interessant sein würden.