Das alte Nienburger Hallenbad wird dem Ganzjahresbad weichenNach jahrelangen Untersuchungen und intensiven Beratungen in den Ratsgremien stand die Entscheidung über den Bau eines Ganzjahresbades auf der Tagesordnung der konstituierenden Stadtratssitzung. Die SPD-Fraktion sprach sich nach Abwägung der Chancen und Risiken einhellig für den Bau aus.
Cornelia Feske, die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion betonte, dass ein attraktives Bad für die Bürgerinnen und Bürger in Nienburg entstehen werde. Dabei blieben durch die Wassertiefe von 2 m und die Schaffung einer 6. Bahn gute Sportmöglichkeiten für die Vereine erhalten. Die Bevölkerungsentwicklung und das steigende Vorsorgebewusstsein de Menschen rechtfertigten auch die Einrichtung des Gesundheitsbereiches im neuen Bad.
Während in der laufenden Diskussion viel über die einzuhaltende Grenze von 15 Millionen Euro für das Gesamtprojekt gesprochgn wurde, betonte die SPD auch die Wichtigkeit der jährlichen Haushaltsbelastung. Diese wird mit ca. 1 Millionen Euro höher als die bisherigen Ausgaben für die Nienburger Bäder mit rund 800.000 €. Cornelia Feske forderte daher weitere Anstrengungen zur Reduzierung dieses Wertes zu unternehmen. Hierfür wird auch die Einstellung eines gesonderten Geschäftsführers nach Ansicht der Fraktion notwendig sein, damit dieser konzentriert durch Marketing die Einnahmen steigern und die Ausgaben durch betriebswirtschaftliche Maßnahmen beschränkt.
In der Rats-Aussprache kritisierten die Grünen den Verzicht auf einen Sprungturm. SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Warnecke wies daraufhin, dass die Grünen einen Antrag der SPD zum Bau des Sprungturms im Ausschuss nicht unterstützt hätten, so dass dieser nicht Teil des Maßnahmebeschlusses geworden sei. Des Weiteren äußerte er, dass nach dem langen Abwägungsprozess nur der Bau des Ganzjahresbads als Gesundheits- und Sportbad in Frage käme. Dabei sei der Saunabereich und das Gesundheitsbecken unverzichtbar als Ertragsbringer für das Bad.
Nienburg benötigt ein attraktives Badangebot. Als Mittelzentrum, Sport- und Schulstandort kann, nach Ansicht von Anja Altmann, die dem Aufsichtsrat der neuen Bäder GmbH angehört, nicht auf den Neubau verzichtet werden. Jede weitere Neuplanung würde nur unter Verzicht auf Fördergelder und damit steigende laufende Kosten möglich sein. Des Weiteren bestehe das Risiko einer baldigen Schließung des bisherigen Bades aus technischen Gründen. Daher werde die SPD auch im weiteren Verfahrensgang den Bad-Bau unterstützten.