Im Bauausschuss wurde im Frühjahr im eine mögliche Einführung von Gebühren für Niederschlagswasser, die Qualitätsoffensive zum Weserradweg und eine Neufassung der Abwasserbeseitigungssatzung neben einigen anderen Themen diskutiert. Des Weiteren wurde der Baubetriebshof besucht. Der neue Fachsprecher Hartmut Waschke berichtet über die Ausschussarbeit.
Die Verwaltung hatte die Einführung von Gebühren für die Beseitigung des Niederschlags. Die SPD kritisiert den Vorschlag, da eine stärkere Versickerung von Regen auf den Grundstücken eine Versandung der Kanäle verbunden mit höheren Instandhaltungskosten nach sich ziehen könnte. In der Innenstadt, wo aufgrund der engen Bebauung eine Versickerung nicht möglich seien, müssten die Gebühren gezahlt werden, was sich negativ auf den Einzelhandel auswirken würde. Auch andere Fraktionen sahen Probleme und daher wurde der Punkt vertagt.
Die technischen Vorgaben und keine Gebühren soll die neue Abwasserbeseitigungssatzung regeln. Mehrfach wurden einzelne Punkte im Ausschuss hinterfragt, so dass das Thema in mehreren Sitzungen behandelt wurde.
Der für Nienburgs Wirtschaft wichtige Radtourismus soll gestärkt werden. Im Zuge der Qualitätsoffensive Weserradweg sollen auch im Raum Nienburg Verbesserungen vorgenommen werden. Hier wird sich die Stadt mit 46.000,-- € in 2014 beteiligen.
Über die Schaffung eines Kreisels zwischen Verdener Straße, Verdener Landstraße und Celler Straße wurde intensiv beraten. Dabei wurde von der SPD auf die Schwierigkeiten hingewiesen, die der damit verbundene Wegfall der Ampelanlage auf der Verdener Straße auslösen würde. Bisher wurde mit der Parallelschaltung der beiden Ampelanlagen bis zum Tunnel zu Spitzenzeiten eine Ausfahrmöglichkeit für Sedan- und Hansastraße geschaffen, die es dann nicht mehr geben würde. Auch die Radfahrregelungen werden als problematisch bewertet. Da es auch von anderen Fraktionen Fragen gibt, wurde die Beratung vertagt.
Im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Brückenhauptprüfung wurde über das Risiko aus den Schäden und die Verteilung der Kosten für die Instandhaltung auf die kommenden Jahre diskutiert.
Bei der Besichtigung des Baubetriebshofs wurde über die erhöhten Aufwendungen berichtet, die der lange Winter nach sich gezogen hat.