Handeln: Endlich soll das Baugebiet Segelwiesen voran kommen - (c) SPD-Stadtratsfraktion NienburgDie Weiterentwicklung des schon seit langem diskutierten Wohngebietes „Segelwiesen“ stand im Mittelpunkt der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses Anfang März.
Im Frühjahr 2013 war nach intensiven Vorberatungen ein Bebauungsplan für die Segelwiesen aufgestellt worden. Die Politik hatte sich auf einen Entwurf geeinigt, der unter anderem durch sogenanntes hochwasseraffines Bauen Bauland im Überschwemmungsgebiet vorsah. Der Bürgermeister favorisierte die Schaffung eines Teiches in der Mitte des Baugebiets.
Nach dem die Verwaltung keinen Investor für die Teichvariante finden konnte, wurde von den Fraktionen eine Weiterbearbeitung gefordert. Vor dem Hintergrund des schweren Hochwassers in Deutschland wurde für die künftige Planung das Bauen im Gebiet des hundertjährigen Hochwassers verzichtet. Auch der Teich sollte entfallen, da die Kosten für Machbarkeitsgutachten, Erstellung und künftige Pflege nicht von der Stadt getragen werden sollten.
Inzwischen hatte sich ein Investor gefunden, mit dem die Verwaltung eine neue Bebauungsvariante vorbereitet hatte, die den Vorstellungen des Ausschusses in Bezug auf die Gestaltung des Bebauungsgebietes entsprach.
In der Sitzung forderte Bürgermeister Onkes noch einmal die Umsetzung der Teichvariante und lies sie von der Stadtplanung intensiv wieder vorstellen. Er bezeichnete sie als „Bürgervariante“, was von der CDU/FDP-Gruppe aber als „Bürgermeistervariante“ eingestuft wurde. Onkes bezog sich auf die Bürgerbeteiligung, in der sich die Teilnehmer mehrheitlich für die Teich-Idee ausgesprochen hatten. Hierzu verwies Anja Altmann darauf, dass viele Teilnehmer, bei denen in Vorfeld in anderen Veranstaltungen für den Teich geworben worden war, gezielt für die Bürgerbeteiligung eingeladen wurden.
Aus dem Protokoll der vorherigen Stadtentwicklungsausschusssitzung trug Vorsitzender Klaas Warnecke vor, dass in Bezug auf die Kritik der Anwohner des Hotelprojekts über eine fehlende direkte Information über den Termin die Aussage von der Verwaltung getätigt wurde, dass eine gezielte Einladung rechtlich nicht möglich sei. Diese Aussage führte in der aktuellen Sitzung zu intensiven Diskussionen, wieso bei den Segelwiesen eingeladen werden konnte und beim Hotel nicht.
An der abschließenden Erörterung, die mit der Empfehlung für den neuen Entwurf ohne Teich und Bauen im Hochwasserbereich endete, nahm Bürgermeister Onkes nicht mehr Teil, da er während des Tagesordnungspunktes gegangen war.
Im weiteren Verlauf der Ausschusssitzung wurden die Flächennutzungsplan- und Bebauungsplanänderung im Bereich Kräher Weg für die Erweiterung eines Gewerbebetriebes dem Rat empfohlen.