Umweltschutz-Themen standen im Fokus des Stadtentwicklungsausschusses - (c) SPD-BundesvorstandIm Abstand von zwei Wochen tagte zuletzt der Stadtentwicklungsausschuss. Dabei standen in der ersten Sitzung der Gewässerentwicklungsplan für den Meerbach und den Bärenfallgraben sowie die Fällung und Neupflanzung von Bäumen in der Marienstraße im Mittelpunkt. In der zweiten Sitzung wurde der Bebauungsplan „Südlich der Bunsenstraße“ beraten.
Gewässerentwicklungsplan
Das Büro GEUM.tec stellte die derzeitige Planungen zur Schaffung einer Natur näheren Gewässergestaltung des Steinhuder Meerbachs und des Bärenfallgrabens vor. Dabei können nach Angaben der Planer nur in einzelne Bereichen und aufgrund des derzeitigen Zustands nur wenige Verbesserungen vorgenommen werden. Diese können aber bis zu 90 % vom Land Niedersachsen (NLWKN – Landesbehörde) gefördert werden.
Nach dem derzeitigen Planungsstand fügt sich der Bebauungsplan im Bereich der Segelwiesen gut in die mögliche Veränderung des Meerbachs ein. Die genaue Gestaltung dieser und der weiteren wird derzeit in Gespräche mit den Eigentümern und der Stadtverwaltung erarbeitet. Wichtig ist bei der Umsetzung, dass das derzeitige Wasserdurchflussvolumen und die Nutzung nicht verändert werden dürfen.
Ein Endbericht soll Ende Juni vorliegen und dann öffentlich wieder im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden. Für die Umsetzung der Maßnahmen ist ein Zeitraum von drei Jahren vorgesehen.
Rainer Mandt
begrüßte für die SPD-Fraktion die Planungen und betonte in den Vorberatungen, dass die Gewässerverbesserung auch den Lebensraum der Anwohner verbessern würde.
Bäume an der Marienstraße
An der Ecke Marienstraße und Bisquitstraße stehen seit langem drei Eichen, von denen zwei bereits deutliche Schäden aufweisen. Bedingt durch die zahlreichen Baumaßnahmen im Umfeld ergaben wurde die Entwicklung beeinträchtigt, so dass eine Fällung nach Einschätzung des städtischen Baumexperten notwendig ist.
Gleichzeitig empfiehlt die Verwaltung die Ersatzpflanzung, da es sich hier um eine „exponierte Lage“ in der Stadt handele. Von Seiten der Grünen und der Umweltverbände wurde um die Pflanzung heimischer Eichen gebeten, was die SPD-Fraktion gerne unterstützte, da Veränderungen im Grün möglichst auch mit dem regionalen Blick erfolgen sollten.
Klaas Warnecke
unterstrich in der Vorberatung, dass Baumfällungen nur erfolgen dürften, wenn sie wirklich notwendig sind und Ersatz geschaffen wird. Dabei dürften solche Langzeit-Lücken wie an der Langen Straße nicht entstehen.
Einstimmig wurde der Beschluss dann im Ausschuss getroffen.
Bebauungsplan „Südlich der Bunsenstraße“
Der Satzungsbeschluss wurde von der Verwaltung vorgeschlagen, so dass eine Umsetzung des neuen Wohnbaugebiets in diesem Jahr erfolgen könnte.
Kritisch äußerte sich die Verwaltung über die Stellungnahme des Landkreises, die bei der Schaffung der 15 Häuser eine ausführliche Begründung zum demographischen Wandel und ähnliche Punkte abforderte. Dabei verwies die Verwaltung unter anderem auf das fast fertiggestellte Baulückenkataster.
Die Kritik wurde von allen Fraktionen mit Ausnahme der Grünen mitgetragen.
Einstimmig wurde dann aber der Satzungsbeschluss empfohlen.
Bebauungsplan für die künftige IGS
In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan an der Berufsschule, bei dem es nur um eine Begriffsänderung ging, die den Bau der IGS auf dem Gelände ermöglichen soll, vom Ausschuss empfohlen.