Für die Stadt und die Ortsteile

SPD-Fraktionen in Nienburg

Schulentwicklung steht vor Entscheidung

Veröffentlicht am 14.04.2014 in Kommunalpolitik
 

Entscheidung über Schulentwicklung ist zu treffen - (C) SPD-Bundesvorstand

Die Schulausschutzsitzung stand ganz im Zeichen der Zahlen für die weiteren Entscheidungen in Sachen Schulentwicklungsplanung.

Auf Bitten des Arbeitskreises Schulentwicklung stellte die Verwaltung die aktuellen Schülerprognosen und die Anwahlwünsche der Eltern ebenso vor, wie die Zahlen der Schulwechsel aus den letzten Jahren.

Es wurde deutlich, dass die Hauptschule von den Eltern kaum noch angewählt wird und das daher derzeit rund 30% der Schülerinnen und Schüler auf der Realschule eine Hauptschulempfehlung haben. Die Realschule ist also in der Situation bereits eine Oberschule zu sein, leider fehlen der Realschulform aber die Vorteile der Oberschulen, wie zum Beispiel die Sozialarbeit.

Die CDU machte trotz dieses Wissens deutlich, dass sie für den Erhalt einer 4-zügigen Realschule in Nienburg ist, auch wenn dann die Hauptschülerinnen und Hauptschüler kein Angebot mehr in der Stadt finden, um ihre Schulform zu besuchen. Die IGS könnte dies auffangen war ein Argument, aber die IGS ist so aufgebaut, dass alle Schülerverhältnisse untereinander gedrittelt werden, sonst geht das pädagogische System nicht auf und somit können eben nicht alle hauptschulempfohlenen Kinder auf der IGS aufgenommen werden. Das scheint der CDU aber auch nicht so wichtig, „dann gehen diese Kinder eben auf eine Oberschule im Kreis“.

Das Argument, dass viele dort nach Aussagen der Hauptschulleitungen nicht ankommen werden (bedingt durch lange Anfahrten), wurde nicht näher betrachtet. Die Tatsache, dass schon jetzt bei zumutbaren Schulwegen die Ausfallzahlen bemerkenswert sind, ebensowenig.

Auf der Sitzung im Mai 2014 muss Politik nun entscheiden, wie viele Standorte im SEK 1 Bereich außerhalb der Gymnasien erhalten werden sollen und wie die Schulform festgelegt wird.

Die SPD steht deutlich dahinter, dass die Eltern in einer Elternbefragung, die offiziell über den Schulträger läuft, entscheiden, welche Schulform in Nienburg weiter angeboten werden soll. Ebenso sind wir der Ansicht, dass es eine langfristige tragfähige Lösung sein muss, um Ruhe und Planungssicherheit für die Eltern zu bieten. Es ist nach unserer Überzeugung nicht sinnvoll, jetzt für lediglich 5 Jahre eine Schulform zu retten und dann wieder entscheiden zu wollen/müssen! Pädagogisch empfiehlt die Landesschulbehörde eine 4 zügige Schule vorzuhalten, da dann auch die Lehrerstunden so vorgehalten werden, dass AG Angebote gemacht werden können und naturwissenschaftliche Fächer auch mit Fachlehrern abgedeckt werden können.

Es bleibt abzuwarten, ob alle Parteien oder wenigstens eine Mehrheit unserem Ansatz folgen wird, die Schulform/Schulformen durch eine Elternbefragung abzuschließen.

Die Elternbefragung für die IGS kann nicht herangezogen werden, da immer nur die Eltern befragt werden, deren Kinder im letzten Kindergartenjahr und auf den Grundschulen sind. Dies ist sinnvoll, da es ja auch um die schulische Zukunft ihrer Kinder geht.

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

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