Für die Stadt und die Ortsteile

SPD-Fraktionen in Nienburg

Kreisel oder Einmündung

Veröffentlicht am 28.08.2013 in Kommunalpolitik
 

Verdener Landstraße, Celler Straße und Verdener Straße: hier sollen bauliche Maßnahmen die Verkehrssituation entschärfen

Der Bauausschuss diskutierte in seiner August-Sitzung über bauliche Maßnahmen zur Veränderung der Verkehrsituation zwischen Verdener Straße, Celler Staße und Verdener Landstraße. Des Weiteren die Neugestaltung der Bepflanzung am Rehmenweg und die Gestaltung von Zufahrten zu Grundstücken.

Schon mehrfach war aufgrund der aktuellen Gefährdungslage, vor allem für Fußgänger und Fahrradfahrer, über bauliche Maßnahmen im Bereich Verdener Straße, Celler Staße und Verdener Landstraße diskutiert worden. Den letzten Vorschlag für einen Kreisverkehr hatte der Bauausschuss aufgrund verschiedener Problemstellungen, die von der Verwaltung geklärt werden sollten, vertagt.

Für die SPD-Fraktion ist der vorgeschlagene Kreisverkehr durchaus eine mögliche Lösung, aber die Einmündungvariante wird von ihr bevorzugt, wie SPD-Sprecher Hartmut Waschke Hartmut Waschkemitteilte. Die Radwegeführung sei nach Überzeugung der Fraktion bei dieser Variante sicherer. Des Weiteren würde bei der Kreisverkehrslösung die Ausfahrsituation im Bereich der Sedanstraße deutlich schwieriger, da die Ampel im nördlichen Bereich der Verdener Straße wegfallen soll. Auch ist für den Kreisverkehr geklärt worden, ob die benötigten Grundstücksteile erworben werden könnten.

Vor allem die WG, aber auch die CDU und Teile der Grünen befürworteten einen Kreisverkehr und lehnten auch einen erweiterten Beschlussvorschlag der Verwaltung, der die Einmündung als Ersatzlösung für den Fall vorsah, dass das Grundstück nicht gekauft werden kann, ab. Daher wurde von der Mehrheit eine reine Kreisverkehrslösung gegen die Stimmen von SPD und Teilen der Grünen empfohlen.

Die Verwaltung hatte vorgeschlagen künftig bei Grundstückseinfahrten auf die Absenkung von Bürgersteigen zu verzichten und stattdessen mit abgeschrägten Einfahrtsschwellen zu arbeiten, wie sie im Bereich der Hannoverschen Straße bereits testweise verwandt worden sind. Hintergrund des Vorschlags ist eine angestrebte Erleichterung für den Fahrradverkehr. Bedenken kamen aber vom Behindertenbeirat, da vor allem für Rollstuhl- und Elektromobilfahrer diese Einfahrtschwellen nicht überwindbar seien.

In der Vorberatung unterstrich Ausschussmitglied Dieter KlötzingDieter Klötzing, dass die Verbesserung für eine Nutzergruppe nicht durch neue Nachteile für Andere geschaffen werden darf. Daher lehnt die SPD-Fraktion die Einfahrtschwellen ab und unterstützt stattdessen eine beidseitige Absenkung auf 3 Meter Länge. So soll eine Erleichterung für den Fahrradverkehr ohne eine Verschlechterung in der Barrierefreiheit erreicht werden. Der Ausschuss lehnte dann die Einfahrtsschwellen ab.

Im Rehmenweg wurde festgestellt, dass die Wurzeln der vor einigen Jahren gefällten Bäume die Versorgungsleitungen umschließen und daher eine Beseitigung der Stubben mit hohen Kosten verbunden ist. Daher wurde nun die Bepflanzung durch Stauden statt neuer Bäume vorgeschlagen. Die SPD unterstützt diese Lösung und hofft, dass damit der kahle Zustand der Straße endlich beendet wird. Der Ausschuss empfahl mehrheitlich diesen Beschlussvorschlag.

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

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