Rüdiger Altmann, Sprecher der SPD Stadtratsfraktion im Ausschuss für Wirtschaft und Marketing, nimmt Stellung zu einem Leserbrief in der Zeitung "Die Harke" am 20. Oktober 2012. Dieser Leserbrief befasst sich mit der Untersuchung zur Innenstadtgestaltung, die im letzten Ausschuss vorgestellt wurde und den darauf aufbauenden Vorschlägen zur weiteren Behandlung des Themas.
Um Missverständnissen vorzubeugen: die Stadt Nienburg hat keinen externen Stadtplaner für eine Beurteilung und Berichtserstellung zum Erscheinungsbild der Innenstadt bestellt und hierfür auch kein zusätzliches Geld ausgegeben. Vielmehr stammt die Präsentation aus der Feder eines Mitarbeiters der Stadtverwaltung, der täglich nach Nienburg einpendelt und somit seinen Blick ein wenig mehr aus Besuchersicht darstellen kann, also den Eindruck eines ortsfremden Touristen nachvollzieht.
Die Tatsache, dass dieser Mitarbeiter in stadtplanerischer Sicht engagiert, motiviert und beruflich qualifiziert ist bringt Vorteile für Nienburg und die Gremien, die sich mit der Innenstadtsituation und möglichen Verbesserungen befassen. Sein Angebot, den Wirtschafts- und Marketingausschuss dahingehend zu beraten, war also ebenso nützlich wie kostenneutral. Handlungsfelder, die bereits im Ausschuss und in Diskussionsrunden erarbeitet wurden sind genauso enthalten wie neue Ansätze, die eigene Ideen erweitern.
Die Meinungen zur Fußgängerzone und Innenstadt sind vielfältig, die Notwendigkeit an einigen Stellen Veränderungen vornehmen zu müssen ist allgemeiner Konsens, dies haben die verschiedenen Gesprächsrunden zweifelsfrei erkennen lassen. Der Sachvortrag zum Thema war dahingehend aufschlussreich, weil vieles von Einwohnerinnen und Einwohnern kaum aktiv wahrgenommen wird, eben weil man es nahezu täglich sieht und da beziehe ich mich ausdrücklich mit ein. Am eigenen Zuhause lässt man in der Regel auch nicht alles 30 Jahre unangetastet, es wird verbessert, renoviert, wohnlicher umgestaltet ,Gleiches muss auch für unsere Innenstadt gelten dürfen.
Politische Meinungsbildung braucht eben auch Anregungen und es ist naheliegend, sich zunächst um kostenneutrale oder günstige Möglichkeiten zur attraktiveren Stadtgestaltung zu informieren. Die Chance, ein noch interessanterer Ort für Tourismus zu sein und auch für die eigene Bevölkerung Verbesserungen zu schaffen ist doch ein lohnendes Ziel! Das Potenzial ist reichlich vorhanden und sollte weiterentwickelt werden. Die Identifizierung von Schwachpunkten und Möglichkeiten ist notwendige Basis für alles eventuell Folgende. Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern werden dabei ebenso einbezogen wie Fachmeinungen aus Vereinen, und Interessengruppen, Wirtschaftsvertretern, Politik und Verwaltung.