Kinderbetreuung
Nach der Sommerpause startete der Stadtrat mit einer zusätzlichen Sitzung, die aufgrund von Terminen im Zusammenhang mit dem Stadtbusverkehr notwendig war. Im Mittelpunkt stand aber der Diskussion über die Verabschiedung des Konzepts „Kinder sind Nienburg mehr wert“, dessen Grundlage ein Antrag der SPD-Stadtratsfraktion war.
Nach über einem Jahr intensiver Arbeit durch Verwaltung, Träger und die Leitungen der Kindertagesstätten hat der Stadtrat jetzt ein Gesamtkonzept zur Kindertagesbetreuung in Nienburg beschlossen.
Es wird angestrebt die Öffnungszeiten der Kita’s zu erweitern, um auch am frühen Morgen und in den Abendstunden ein Angebot vorzuhalten. Auch sollen einzelne Einrichtungen an Wochenenden Plätze bereitstellen.
Als erste Maßnahme werden Vertretungskräfte eingestellt, die bei Ausfall einzelner Erzieher eine angemessene Betreuung sicherstellen sollen. Daneben soll in den allgemeinen Kindergartenferien eine Kita öffnen, in der beruflich gebundene Eltern auch in dieser Zeit ein Angebot für ihre Kinder finden.
Eine Verkleinerung von Gruppen soll durch die rückläufigen Anmeldungen der kommenden Jahre erreicht werden. So soll eine intensivere Betreuung der Kinder möglich werden.
Die Schaffung von regionalen Schwerpunktangeboten zur musikalischen Frühförderung und zum Sport sowie in der Inklusion ist auch vorgesehen.
Zwecks kontinuierlicher Weiterentwicklung soll das Konzept mindestens alle zwei Jahre fortgeschrieben werden.
Cornelia Feske, jugendpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, unterstrich in der Debatte um das Konzept, dass man nicht nur in Reden die Wichtigkeit frühkindlicher Bildung als Grundstein für die spätere Entwicklung betonen darf, sondern dies auch durch entsprechende Angebote umsetzen muss. Hierfür stehe das geplante Konzept. Nachdem die Stadt Nienburg Anfang Oktober auch bei den Krippenplätzen die notwendig Quantität erreichen werde, sei eine Steigerung der Qualtität der konsequente nächste Schritt.
Nienburg als Wohnstandort für Familien attraktiv zu gestalten und Kinder für die späteren Herausforderungen vorzubereiten, sind nach Angaben von Cornelia Feske Ziele, die das Konzept verfolge. Den „Mehrwert“, den das Konzept bringen soll, will die SPD ohne Anpassung der Kindertagesstättengebühren erreichen. Langfristig, so die Fraktionssprecherin, wolle man die vollständige Gebührenbefreiung erreichen und daher werde die SPD weiterhin keine Erhöhungen mitragen.
Die Wichtigkeit des Konzepts aus Sicht der SPD unterstrich Cornelia Feske mit der Bemerkung, dass man nicht in der Rat gehöre, wenn man dagegen sei. Hierauf erhob sich Kritik von Seiten der CDU/FDP, die bei der Konzept-Fortschreibung die Leistungen auf den Prüfstand stellen will und die, ebenso wie die WG, eine Gebührenerhöhung unterstützen würde.