Für die Stadt und die Ortsteile

SPD-Fraktionen in Nienburg

Neue Wohnungs-Baugebiete für Nienburg

Veröffentlicht am 14.12.2012 in Kommunalpolitik
 

Nachdem die Stadt Nienburg schon länger kein größeres Baugebiet für den privaten Wohnungsbau geöffnet hat, wurden in der Dezember-Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung gleich zwei Vorhaben vorgestellt, über die in den Gremien schon länger vorbereitend diskutiert wurde: Führse Niederung und Segelwiesen.

Die SPD-Stadtratsfraktion unterstützt neben der Nutzung von Baulücken um die vorhandene Infrastruktur zu nutzen auch die Schaffung neuer Baugebiete. Dabei sollen diese so angelegt sein, dass sie mittelfristig ein Angebot für junge Familien und andere Ansiedlungswillige bereitstellen.

Führse Niederung (Holtorf)

Schon vor längerer Zeit war über den Bebauungsplan an der Führse Niederung, konkret den Holtorfer Teil, diskutiert worden und ein Satzungsbeschluss herbeigeführt worden. Eine Umsetzung war bisher mit Blick auf die Suche nach einem möglichen Investor nicht erfolgt. Daher hatte der Rat in 2012 auch die Einleitung eines Umlegungsverfahrens, inklusive eines noch weiter zu planenden Teils für Erichshagen-Wölpe, beschlossen.

Nach dem jetzt ein neuer Investor aufgetreten ist, wurde, nach intensiven Beratungen im Herbst, der bisherige Bebauungsplan angepasst, um den Bau von mehr Häusern sowie der sog. mediterranen Haustypen zu ermöglichen.

In der Auslegung des neuen Entwurf forderten die bisherigen Grundstückseigentümer weitere Veränderungen, die noch mehr Häuser, als schon mit der Anpassung zugestanden, und mehr Stockwerke zulassen soll. Im Wesentlichen folgte die Verwaltung diesem Ansinnen mit ihrem Beschlussvorschlag.

Jürgen Lahme erläuterte, dass die angestrebte Änderung nicht dem Ziel einer lockeren Bauweise, die alle Fraktionen bei Aufstellung des Rahmenplans für das Gebiet an der Führse unterstützt hatten, entsprechen würde. Des Weiteren würde eine notwendige erneute Auslegung eine Zeitverzögerung nach sich ziehen, da so frühestens im Sommer ein Satzungsbeschluss möglich sei.

Die vorgesehene Umlegung, die die Eigentümer ablehnten biete ihnen aber auch Vorteile, wie Klaas Warnecke betonte, da zusammen mit dem Erichshagen-Wölper Teil, der weniger öffentliche Flächen enthielte, auch ihr Anteil nach der Umlegung vergrößern würde. Auch könnte der Investor nur die Ansprüche und nicht den jetzigen Bestand kaufen, so das er baureife Grundstücke nach der Umlegung erhielte. Wichtig ist, so Warnecke weiter, auch das Kleinklima an der Führse, das durch zu enge Bebauung beeinträchtigt würde und die Schaffung angemessener Gärten als Ansiedlungsgrund für Familien mit jungen Kindern.

Zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen wurde der Satzungsbeschluss empfohlen und damit eine erneute Veränderung des Bebauungsplans abgelehnt.

 

Segelwiesen

Erstmals in öffentlicher Sitzung wurde wieder über die Segelwiesen im Bereich der Hannoverschen Straße diskutiert. Vor Jahren wurde hier erstmals beraten, danach haben aber Veränderungen der gesetzlichen Überschwemmungsgrenzen neue Überlegungen notwendig gemacht.

Neben der Schaffung eines konventionellen Baugebiets , bei dem durch die Schaffung verschiedener Stichstraßen der Verkehr eingeschränkt werden soll. Ein Teil der Grundstücke wird attraktiv am Meerbach liegen. Daneben soll Erweiterungsgelände für den TKW Nienburg geschaffen werden. In einem Bauabschnitt soll sog. hochwasseaffines Bauen ermöglicht werden, sofern sich hierfür Interessenten finden, wobei die Grundstücke hier großzügig geschnitten werden.

Die Verwaltung schlägt eine Alternative Variante mit einem Teich in der Mitte vor, damit alle Häuser am Wasser liegen. Im Laufe der Beratungen kritisierte Klaas Warnecke, dass viele Fragen ungeklärt seien, wie z. B. die Pflege des Teichs, die Haftung im Zusammenhang mit dem Teich oder auch die Einschränkungen für die geplante Erweiterung des größten Sportvereins in der Stadt.

Anja Altmann unterstich, dass die vorgesehene Planvariante auch attraktives Wohnen für Familien und Zuzugswillige bietet und hier eine bessere Realisierung, auch in Bauabschnitten, zu erwarten sei.

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

Facebook