Für die Stadt und die Ortsteile

SPD-Fraktionen in Nienburg

Verkehrssicherheit für Grundschule am Bach und Kindergarten Dobben

Veröffentlicht am 03.12.2012 in Kommunalpolitik
 

Kindertagesstätte Dobben in Holtorf

Die Ortsräte von Erichshagen-Wölpe und Holtorf tagten gemeinsam um den zweiten Teil des Verkehrsgutachtens „Nienburg Nord“ zu hören und eine ersten Diskussion über die empfohlenen Maßnahmen zu führen.

 

Holtorfs Ortsbürgermeisterin Cornelia Feske begrüßte die Mitglieder der Ortsräte zur zweiten gemeinsamen Sitzung in diesem Jahr. Dabei ging es wieder um das Verkehrsgutachten für den Nienburger Norden, das von der PGV aus Hannover erstellt worden ist. Im ersten Teil wurde im Wesentlichen der Durchgangsverkehr betrachtet, während jetzt die Situation um die Grundschule am Bach und den Kindergarten Dobben im Vordergrund stand.
 
Der Verkehr in den Straßen Am Bach, Waldstraße und Dobben resultiert zum großen Teil aus den Hol- und Bringdiensten für Schule und Kindergarten. Die meisten Eltern fahren nach dem Gutachten auch wieder an den gleichen Stellen hinaus, an denen sie eingefahren sind. Morgens wird zum Bringen an der Grundschule zumeist nur wenige Minuten gehalten.
 
Eine problematische Situation entsteht zum einen durch wildes Parken auf dem kleinen Parkstreifen an den Fahrradständern der Grundschule und zum anderen durch die Kreuzung von Straße und Fahrad- bzw. Fußgängerweg, der aus dem Bachstelzenweg kommt. Morgens wird hier zeitweise der Verkehr von Schülerlotsen geregelt, was der Gutachter positiv bewertet. Aber Mittags fehlt aufgrund der langen Zeitspanne des Schulendes eine Lotsenkontrolle, was das Risiko für die zurückfahrenden Schüler erhöht.
 
Des Weiteren ist der Parkplatz vor der Sporthalle in Erichshagen-Wölpe Mittags beim Abholen vollkommen überlastet, was dazu führt, das der Wiesengrund und teilweise die Waldstraße durch die Autos zugeparkt werden, was auch hier gefährliche Situationen erzeugt.
 
Es wird empfohlen durch Verlegen der Bushaltestelle und eine Queraufstellung der Parkplätze mehr Fahrzeugen eine Abstellmöglichkeit zu schaffen, damit die Situation in der Spitzenzeit am Mittag entschärft wird. 
 
Auch soll die Parkbucht vor dem Fahrradständer aufgehoben werden, auch damit dieser Fußweg benutzbar bleibt und die Straße eingeengt werden, um die Geschwindigkeit vor der Schule zu senken. Durch einen baulich veränderten Übergang soll das Überqueren der Straße für Radfahrer und Fußgänger sicherer gemacht werden. 
 
Als zusätzliche Komponente empfiehlt der Gutachter die Einrichtung von Elternparkplätzen außerhalb des Gebiets, von dem die Kinder gemeinsam zu Fuß zur Schule gehen, um auch mehr Bewegung für die Schüler zu erreichen.
 
Am Kindergarten wird teilweise auch nicht ordnungsgemäß geparkt und trotzt enger Reststraßenbreite gerast. Es bestehen zu wenig Parkplätze und der Zugang für Fahrradfahrer, die von der Führse kommen, ist schwierig, da auch sie erst auf den kleinen Parkplatz müssen.
 
Der Gutachter schlägt auch hier Einengungen der Straße vor. Daneben sollen die bisherigen Parkplätze an der Straße aufgehoben werden. Der Parkplatz am Eingang der Kita soll nur noch für die Mitarbeiter sein, damit die Risiken durch rangierende Fahrzeuge entfallen. 
 
Für die Hol- und Bringdienste soll nördlich des Fuß- und Fahrradwegs zur Führse ein kombinierter Auto- und Fahrradparkplatz entstehen, für den ein direkter Zugang zum bisherigen Parkplatz und damit zum Kita-Gelände entstehen soll.
 
Klaas Warnecke und Jürgen Lahme begrüßten die gemachten Vorschläge. So weit wie möglich sollten zu Beginn des Jahres 2013 die Neuerungen mit „Bordmitteln“ vorgenommen werden und die Planungen für den neuen Parkplatz aufgenommen werden. Warnecke lobte, dass die Gutachter versucht haben, auch bei allen Maßnahmen, inklusive des Ausbaus des Parkplatzes mit Rasengittersteinen auf eine geringe Versiegelung von Flächen zu achten, um so umweltschonend die Ideen umzusetzen.
 
Forderungen der Holtorfer CDU nach täglicher Kontrolle der neuen Maßnahmen durch das Ordnungsamt oder die Polizei sind nach Einschätzung von Klaas Warnecke unrealistisch. 
 
Auf Nachfrage von Gerd Dreppenstedt erklärten die Gutachter, dass die beiden Teile des Verkehrsgutachtens im Frühjahr zusammen als Erläuterungsbericht den städtischen Gremien vorgelegt werden.

SGK-Niedersachsen

Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Niedersachsen

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